Philosophie

Die Geburtstunde des Vereins „Kulturgemeinschaft Gebärdensprache“ schlug am 4. Oktober 2000 in Aachen.
Es waren 13 Gründungsmitglieder, die zum Teil taub und zum Teil hörend waren, dabei.

Die „Kulturgemeinschaft Gebärdensprache“ ist ein Verein, der die Gebärdensprache, die Gehörlosenkultur und die Bikultur (Gebärdensprachler und Nicht-Gebärdensprachler) fördert. Er ist offen für alle – egal welchen Hörstatus sie haben -, die gebärden oder gebärden lernen wollen und die Gehörlosenkultur kennen oder kennen lernen wollen. Dabei können sie sich gleichwertig fühlen und wollen sie auch gleichgestellt werden.

Hier in diesem Verein steht die Gebärdensprache im Vordergrund, nicht der Hörstatus. Die Menschen, die nicht oder kaum hören können, sehen sich als taube Menschen ohne Behinderung an. Gerade die heutige Generation von tauben Menschen zeigt oft viel Selbstbewusstsein.

Der Verein unterstützt die Kultur, die mit der Gebärdensprache und der Gehörlosenkultur zu tun hat, und bietet sie allen Mitgliedern und Interessierten an. Somit sieht sich der Verein als einen Kulturverein an. Deshalb bietet er auch Seminare und Workshops für die Mitglieder und alle Interessierten an.

Der Verein unterstützt die Erweiterung der kommunikativen Kompetenz in deutscher Gebärdensprache und evtl anderen Sprachen, und somit eine Anhebung des Wissensstandes, eine Stärkung sozialer Kompetenz, die Stärkung der Persönlichkeit der nativen Gebärdensprachler (Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren), somit eine selbstverantwortete Lebensgestaltung der nativen Gebärdensprachler.

Auch ist er offen für eine Zusammenarbeit mit anderen Verbänden und Einrichtungen auf Bundes- und internationaler Ebene, die ähnliche Ziele verfolgen